Die SP fordert eine gute medizinische Grundversorgung im ganzen Kanton Zürich

Angesichts der neuen Zürcher Spitalliste ist für die SP klar: Auch im Säuliamt und in Uster braucht es weiterhin eine gute medizinische Grundversorgung. Um diese sicherzustellen, muss die Gesundheitsdirektion auch vermehrt in der regionalen, ambulanten Grundversorgung Verantwortung übernehmen.

Die SP anerkennt die umfassende Arbeit, die die Zürcher Gesundheitsdirektion mit dem vorliegenden Strukturbericht geleistet hat. Gerade die zusätzliche Vergabe von Leistungsaufträgen im Bereich der stationären Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist dringend notwendig. Auch die Stärkung der hebammengeleiteten Geburtshilfe und die Aufnahme des Geburtshauses Winterthur auf die Spitalliste sind erfreulich.

Gleichzeitig kritisiert die SP seit langem die mit der KVG-Revision 2009 eingeführte neue Spitalfinanzierung. «Diese zwingt die Kantone dazu, ihre Spitalplanung an isolierten Wirtschaftlichkeits- und Kosteneffizienzfaktoren zu orientieren. Die Beispiele der Spitäler Affoltern und Uster zeigen, dass neben der Kosteneffizienz eines Spitals auch seine Rolle in der regionalen Grundversorgung gewichtet werden muss», so SP-Kantonsrätin Esther Straub.

Deshalb braucht es für die Regionen rund um die beiden Spitäler Affoltern und Uster nun dringend Lösungen, um eine für alle zugängliche und qualitativ hochstehende medizinische Grundversorgung auch in Zukunft zu gewährleisten.

Die Beispiele der Spitäler Affoltern und Uster zeigen, dass neben der Kosteneffizienz eines Spitals auch seine Rolle in der regionalen Grundversorgung gewichtet werden muss.

SP-Kantonsrätin Esther Straub.

Integrierte Versorgung als Zukunftsmodell

«In Affoltern muss die Gesundheitsdirektion zusammen mit dem Spital und den Grundversorgern der Region die intensive Prüfung von integrierten Versorgungsnetzwerken – z.B. mit einem ambulanten Gesundheitszentrum zur regionalen Primärversorgung – vorantreiben und sie in der Ausarbeitung von entsprechenden Konzepten und Plänen unterstützen», so Andreas Daurù, Kantonsrat und Co-Präsident der SP Kanton Zürich.

Das etablierte Angebot des Zentrums für Altersmedizin am Spital Affoltern mit Akutgeriatrie und Palliative Care muss zudem unbedingt erhalten bleiben. Chronische und mehrere gleichzeitige Erkrankungen (Multimorbidität) werden zunehmen. Das erhöht auch die Komplexität der nötigen Behandlungen und macht den vermehrten Beizug verschiedener Fachspezialist:innen nötig. Hier kann sich der Standort Affoltern entsprechend für die Zukunft Positionieren.

In Affoltern muss die Gesundheitsdirektion zusammen mit dem Spital und den regionalen Grundversorgern die Prüfung von integrierten Versorgungsnetzwerken vorantreiben.

SP-Kantonsrat Andreas Daurù.

Auch beim Standort Uster soll die Gesundheitsdirektion – wie von ihr angeboten – das Spital bei der Ausarbeitung des neuen Konzepts unterstützen. Die enge Absprache zwischen Spital Uster und Gesundheitsdirektion ist für den längerfristigen Erfolg einer guten Gesundheitsversorgung in Uster zentral.  Dabei soll auch erneut geprüft werden, ob die Gesundheitsdirektion dem Spital Uster die ihm zugedachten Leistungsaufträge ab 2023 definitiv und unbefristet erteilen kann.

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