Pascal Sutter

Es ist unfassbar! Am selben Tag, als hunderte von Demonstranten in Lybien erschossen werden, beschliesst die SVP Zürich keine der arabischen Flüchtlinge aufnehmen zu wollen und für Roger Köppel ist es weiterhin kein Problem, wenn Gelder von Diktatoren, wie Mubarak oder Ben Ali, auf Schweizer Konten lagern.

Die Schweiz bietet solch korrupten Regimes einen Hafen für illegale Geldanlagen und legt ihnen Waffen gegen die eigene Bevölkerung in die Hände (Schweizer Waffenlieferungen unter anderem auch nach Lybien, Hauptabnehmer 2010: Saudi-Arabien). Die Schweiz muss nun entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Wer die Diktatoren unterstützen will, ihnen weiterhin Bankkonten und Waffen anbieten will, schliesst sich am besten der Linie der SVP an. Weltweit kümmern sich die konservativen Bürgerlichen nur um ihre Ölversorgung und ihre Tourismusdestinationen, nicht aber um die blutenden Demonstranten oder die flüchtenden Überlebenden, im Gegenteil. Gerade diese Partei, die betonen will, sie verneine nur Kriminelle MigrantInnenen, lässt nun Geflohene aus gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und lebensbedrohenden Nöten an der Grenze stehen.
Stehen wir ein, für die Demokratisierung unseres Erdballs. Und stellen wir auch in Zukunft Menschleben über Profit. Dies müssten wir schon seit langem, in der jetzigen Zeit aber erst recht.

Gaddhafi wählt SVP, alle anderen wählen Juso!